Glossary

This is the world’s largest glossary on snow and avalanches. Currently with more than 100 standardized terms available in 9 languages. A resource that is constantly updated and expanded.


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A

Höhenlage

Geländebereich, der durch die Meereshöhe begrenzt wird (Genauigkeit von plus/minus rund 100 Höhenmetern).

  • hochalpine Lagen (Hochgebirge): oberhalb von 3000 m
  • hohe Lagen: 2000 bis 3000 m
  • mittlere Lagen: 1000 bis 2000 m
  • tiefe Lagen: unterhalb von 1000 m
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Neuschneesumme

Summe der täglichen Neuschneemengen über einen bestimmten Zeitraum (z.B. 3-Tages-Neuschneesumme).

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Kammlage, kammnah, gratnah, gipfelnah

Gebiet, das direkt an den Kamm bzw. Grat oder Gipfel angrenzt und besonders stark durch den Wind beeinflusst wird.

Glossary Area Adjacent to the Ridge Line © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Kammfern, freie Hanglage

Gebiet, das nicht direkt in Verbindung mit dem Kamm steht.

Erweiterte Erklärungen:
Vielfach entspricht dies dem Übergang aus extremem Steilgelände ins Steilgelände. Auch Steilstufen und kleinere Erhebungen, die nicht direkt mit dem Kamm zusammenhängen gehören in dieses Gebiet. Kammnahe und kammferne Gebiete sind nicht scharf voneinander abgetrennt. Die Grenze ist als Bandbreite zu verstehen.

Glossary Area from Ridgelines © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Künstliche Lawinenauslösung

Auslösung einer Lawine durch künstliche Zusatzbelastung auf die Schneedecke (z.B. Belastung durch Detonationsdruckwellen bei Sprengungen, Maschinen, Personen).

Glossary Artificial Avalanche Release © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Exposition, Hangrichtung

Himmelsrichtung, in die ein Hang abfällt; ein Nordhang fällt z.B. nach Norden ab.

Glossary Aspect © Tiris Maps | EAWS European Avalanche Warning Services
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Lawine (Schneelawine)

Schnelle Massenbewegung des Schnees mit einem Volumen von mehr als 100 m³ und einer Länge von mehr als 50 Metern.

Glossary Avalanche © No Name | EAWS European Avalanche Warning Services
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Lawinenlagebericht, Lawinenbulletin

Der Lawinenlagebericht (Schweiz: Lawinenbulletin) vermittelt detaillierte Information zur Schneedecken– und Lawinensituation.

Die Lawinengefahr wird nach der 5-stufigen europäischen Lawinengefahrenskala beurteilt.

Glossary Avalanche Bulletin, avalanche.report screenshot © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Lawinenkegel

Ablagerung einer Lawine

Der abgeglittene Lawinenschnee bleibt im Talboden oft über längere Zeit sichtbar liegen.

Glossary Avalanche Deposit© LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Länge der Lawine

Gesamtlänge einer Lawine, gemessen vom obersten Punkt des Anrisses bis zum vordersten Punkt der Ablagerung.

Glossary Avalanche Length © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Gefahrenstelle (bei Lawinen)

Ort, an dem Personen oder Objekte von Lawinen erfasst werden können.

Näher Infos hier.

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Lawinengröße

Ausmaß der Lawine, klassifiziert nach Schadenspotenzial, Auslauflänge und Dimension.

Größe 1: kleine Lawine (Rutsch)

  • geringe Verschüttungsgefahr; Absturzgefahr
  • bleibt typischerweise im Hang stehen
Glossary Avalanche Size, size 1: small avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services

Größe 2: mittlere Lawine

  • kann eine Person verschütten, verletzen oder töten
  • erreicht typischerweise den Hangfuß
Glossary Avalanche Size, size 2: medium avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services

Größe 3: grosse Lawine

  • kann Pkw‘s verschütten und zerstören, schwere LKW´s beschädigen; kann kleine Gebäude zerstören und einzelne Bäume brechen
  • überwindet flachere Geländeteile (deutlich unter 30°) über eine Distanz von weniger als 50 m
Glossary Avalanche Size, size 3: large avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services

Größe 4: sehr grosse Lawine

  • kann schwere LKW´s und Schienenfahrzeuge verschütten und zerstören; kann größere Gebäude und kleine Waldflächen zerstören
  • überwindet flachere Geländeteile (deutlich unter 30°) über eine Distanz von  mehr als 50 m; kann den Talboden erreichen
Glossary Avalanche Size, size 4: very large avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services

Größe 5: extrem grosse Lawine

  • kann die Landschaft verwüsten; katastrophales Zerstörungspotenzial möglich
  • erreicht den Talboden; größte bekannte Lawine
Glossary Avalanche Size, size 5: extremely large avalanche © No Name | EAWS European Avalanche Warning Services
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Zusatzbelastung

Kleine / geringe Zusatzbelastung

  • einzelner Skifahrer/Snowboarder, sanft schwingend, nicht stürzend
  • Gruppe mit Entlastungsabständen (mindestens 10 m)
  • Schneeschuhgeher

Große Zusatzbelastung

  • zwei oder mehrere Skifahrer/Snowboarder etc. ohne Entlastungsabstände
  • Pistenfahrzeug
  • Schneefeldsprengung
  • einzelner Fußgänger / Alpinist
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Glossary

B

Felswandfuß

Unteres sichtbares Ende einer Felswand, wo die Oberfläche einer Felswand oft in Geröll übergeht.

Damit verbunden ist in der Regel ein Geländeknick unterschiedlicher Ausprägung, wobei die Hangneigung gegen unten abnimmt. Am Felswandfuß beginnt meist extrem steiles Gelände.

Glossary Base of a rock wall © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Gleitfläche

Der Boden oder jene Schicht in der Schneedecke, auf der die Lawine nach einem Bruch abgleitet.

Achtung:
Nicht zu verwechseln mit der Schwachschicht!

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Schneetreiben

Hochreichende Umlagerung von Schnee durch den Wind (bis ungefähr 2 m über der Schneedecke, sodass die Horizontalsicht behindert wird).

Glossary Blowing Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Gebundener Schnee

Schnee ist „gebunden“, wenn die Schneeteilchen so miteinander verzahnt oder verwachsen sind (Sinterung), dass beim vorsichtigen Ausstechen eines Blockes dieser nicht zerfällt. Gebundener Schnee kann dabei immer noch weich, oder aber hart sein.

Gebundener Schnee entsteht bei der Ablagerung windverfrachteten Schnees oder als Folge der abbauenden Umwandlung. Gebundener Schnee ist neben der Existenz einer Schwachschicht eine wichtige Bedingung für die Bildung von Schneebrettlawinen.

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Mulde

Runde oder längliche, sanfte Vertiefung in flachem Gelände oder in einem Hang; bevorzugter Ort für die Ablagerung von Triebschneeansammlungen.

Glossary Bowl © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Bruchharsch

Nicht tragfähiger Harschdeckel, der bei Belastung z.B. durch Wintersportler einbricht. Kann durch Wärme oder Wind entstanden sein.

Teilweise auch bekannt als „Harst“.

Glossary Breakable crust © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Rücken

Langgestreckter, abgerundeter Geländeteil, der sich von der Umgebung abhebt.

Glossary Broad Ridge © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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C

Wechte

Durch Schneeverfrachtung hervorgerufene, stark verdichtete Schneeablagerung direkt auf der windabgewandten Seite eines Grates mit keilförmigem Überhang auf die Leeseite.

Glossary Cornice, overhanging mass of snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Sulzschnee

Grobkörniger, feuchter oder durchnässter Schnee den man nach Regenereignissen bzw. im Frühjahr vermehrt antrifft.

Siehe: Firn

Glossary Corn Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Couloir

Steile, tief eingeschnittene Rinne. Meist von kammnaher Lage hinab verlaufend und seitlich begrenzt von blankem Fels; oft mit Schutt durchsetzt.

Glossary Couloir © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Kritische Neuschneemenge

Neuschnee stellt eine Belastung für die vorhandene Schneedecke dar und kann teilweise die Lawinengefahr erhöhen. Bei ungünstigen Bedingungen (schlecht aufgebaute Altschneedecke, tiefe Temperaturen, starker Wind) können bereits wenige cm kritisch sein. Bei günstigen Bedingungen (stabile Altschneedecke, schwacher Wind) können selbst 50 cm noch unproblematisch sein.

Glossary Critical Depth of New Fallen Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Harsch

Durch Schmelz- und Gefrierprozesse oder durch Wind stark verfestigte Schneeschicht.

Glossary Crust © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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D

Gefahr

Zustand, Umstand oder Vorgang, aus dem ein Schaden entstehen kann.

Glossary Danger © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Tagesgang, Tagesverlauf

Die Lawinengefahr kann innerhalb eines Tages einer starken Schwankung unterworfen sein. Typisch ist dies im Frühjahr, wenn nach einer klaren Nacht die Lawinengefahr am Morgen niedrig ist und mit der Sonneneinstrahlung und tageszeitlichen Erwärmung ansteigt. Aber auch bei anhaltender Windaktivität, Schneefall oder Regen.

Glossary Daytime Changes, avalanche.report screenshot © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Filziger Schnee

Unregelmäßige, gabelige Formen als Folge der abbauenden Schneeumwandlung und/oder mechanischer Umwandlung (Windumwandlung); Bruchteile der ursprünglichen Gestalt der Neuschneekristalle sind oft noch erkennbar.

Typische Korngröße: um 1 bis 2 mm

Siehe auch: www.snowcrystals.it

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Festigkeitsabnahme, -verlust (in einer Schneeschicht)

Die Bindungen zwischen den Eiskristallen werden schwächer bzw. gehen verloren, sodass die Fähigkeit der Kräfteübertragung zwischen den Kristallen abnimmt.

Glossary Decreasing firmness © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Fließlawine

Lawine, deren Bewegung, im Gegensatz zu Staublawinen, vorwiegend fließend oder gleitend auf der Unterlage erfolgt.

Glossary dense flow avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Becherkristalle, Tiefenreif, Schwimmschnee

Becherkristalle sind Hohlformen mit Kanten und Rippen (Facetten) als Resultat der aufbauenden Schneeumwandlung bei großen Temperaturgradienten. Becherkristalle sind näher betrachtet glasig, nicht matt-weiß.

Typische Korngröße: 2 bis 5 mm oder größer

Der Tiefenreif stellt eine Ansammlung von Becherkristallen dar und bildet oft eine Schwachschicht in der Schneedecke die länger (teilweise über den gesamten Winter) relevant sein kann, man spricht von einer „persistenten Schwachschicht“. Tiefenreif wird auch als Schwimmschnee bezeichnet.

Siehe auch: www.snowcrystals.it

Glossary Depth hoar © Lukas Ruetz | EAWS European Avalanche Warning Services
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Neuschneemenge

Innerhalb von 24 Stunden abgelagerter Neuschnee.

Glossary Depth of New Snow © Adolf Kerber | EAWS European Avalanche Warning Services
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Schneefegen

Oberflächennahe Umlagerung von Schnee durch den Wind (die Horizontalsicht wird dabei nicht merklich behindert).

Glossary Drifting Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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E

Hangnaher Verkehrsweg

Verkehrsweg im Hangbereich oder am Fuß eines Hanges, welcher der Gefahr von Lawinen ausgesetzt ist.

Glossary Endangered Traffic Route © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Abbauende Schneeumwandlung, isotherme Metamorphose

Umwandlungsprozess von abgelagertem, trockenem Neuschnee bei isothermer Schneedecke oder geringem Temperaturgradient.

Dabei vereinfachen Neuschneekristalle ihre Form im Bestreben die Kugelform zu erreichen. Damit verbunden ist eine Setzung und Verfestigung des Neuschnees.

Glossary Snow Crystal Rounding © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Exponierter Verkehrsweg

Besonders der Gefahr von Lawinen ausgesetzter Teil einer Straße, Bahnlinie oder eines anderen Verkehrsträgers; oft im Auslaufbereich einer Lawine.

Glossary Exposed Transportation Route © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Exponiert

Ausgesetzt gegenüber Wind, Sonne, Lawinen oder allgemein einer Gefahr.

Glossary Exposed © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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F

Kantigkörniger Schnee

Glasige Körner mit mehrheitlich ebenen Flächen und deutlichen Kanten als Folge der aufbauenden Schneeumwandlung. Beginn von Facettenbildung durch streifenförmige Deposition („Anfrieren“) des Wasserdampfs innerhalb der Schneedecke. Meist im lockeren Gefüge. Diese kantigen Kristalle sind untereinander meist schlecht verbunden (wenige Kontaktpunkte). Kritisch bezüglich Lawinenbildung wird es erst dann, wenn eine Schicht aus lockeren, kantigen Schneekristallen von gebundenem Schnee überlagert wird.

Typische Korngröße: 0.5 bis 3 mm

Siehe auch: www.snowcrystals.it

Glossary Faceted Snow Crystals © www.snowcrystals.itl | EAWS European Avalanche Warning Services
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Festigkeit (im Schnee)

Die Fähigkeit, Kräfte im Kristallgefüge einer Schneeschicht zu übertragen, begründet durch Anzahl und Qualität der Bindungen zwischen den Eiskristallen.

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Firn

Schnee der vergangenen Jahre (meist auf Gletschern), stark umgewandelt und verdichtet durch Schmelzen und Wiedergefrieren sowie durch Druck der überlagernden Schneemassen.

Im Volksmund auch verwendet für den oberflächlich aufgeweichten Harschdeckel der saisonalen Schneedecke (siehe: Sulzschnee).

Glossary firn © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Firnspiegel

Sehr dünne Eisschicht an der Schneeoberfläche, die durch das Zusammenspiel aus Sonneneinstrahlung, Schmelzen, Windeinfluss und Abstrahlung entsteht.

Wegen des hohen Reflexionsvermögens des Firnspiegels ist an sonnenbeschienenen Hängen (meist im Frühling) großflächiges Schneeglänzen zu beobachten.

Glossary firn mirror © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Anrisshöhe

Lotrecht gemessene Höhe des Lawinenanrisses.

Glossary Fracture depth © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Anraum

Fester Niederschlag an Hindernissen wie Bäumen, Freileitungen oder Gipfelkreuzen, der sich bei Nebel und Wind gegen die Windrichtung aufbaut.

Glossary Frost Buildup © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Bodenlawine

Lawine, die in der Anrisszone auf dem Boden, Firn oder Gletschereis abgleitet und dadurch die gesamte saisonale Schneedecke mitreisst.

Eine Bodenlawine kann eine Gleitschneelawine oder eine Schneebrettlawine sein. Bei einer Gleitschneelawine gleitet die Schneedecke ohne Bruch auf dem Boden ab, durch einen Reibungsverlust aufgrund von Feuchtigkeit.

Bei einer Schneebrettlawine die am Boden abgleitet, befindet sich die Schwachschicht direkt am Boden. In der Schwachschicht entsteht der Bruch, anschließend gleitet das Schneebrett (Schnee oberhalb des Bruchs) inklusive Schwachschicht auf dem Boden ab.

Glossary Full depth slab avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

G

Fischmaul, Gleitschneemaul, Gleitschneeriss

Zugriss einer Schneedecke, die durch deren unterschiedliche Gleitbewegung auf steilen, glatten Hängen entsteht (bevorzugt handelt es sich dabei um Wiesenhänge) und meist die Form eines Mundes aufweist.

Bereiche unterhalb von Fisch-, bzw. Gleitschneemäuler sollten wegen der möglichen Gefahr von Gleitschneerutschen bzw. Gleitschneelawinen möglichst gemieden werden.

Glossary glide-crack © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Gleitschneerutsch / -lawine

Wenn das Schneegleiten (Gleiten) in die deutlich schnellere Lawinenbewegung übergeht spricht man von einem Gleitschneerutsch oder einer Gleitschneelawine. Abgänge sind zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich. Gleitschneelawinen weisen keinen Bruch und keine Schwachschicht auf.

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Gleiten, Schneegleiten

Langsame Hangabwärtsbewegung der Schneedecke, begünstigt durch glatten und feuchten Untergrund.

Bevorzugt findet Gleiten auf Gras oder Felsplatten statt und kann einige Millimeter bis Meter pro Tag betragen. Durch die Gleitbewegung können Gleitschneerisse oder Fischmäuler (Gleitschneemäuler) entstehen.

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Graupel

Spezielle Form von Niederschlag, der sich in der Atmosphäre innerhalb von Schauerzellen durch das Anfrieren von unterkühlten Wassertröpfchen an Schneekristallen bildet. Problematisch bezüglich Lawinenbildung wird es erst dann, wenn eine Schicht aus Graupelkörnern von gebundenem Schnee überlagert wird.

Typische Korngröße: ≤ 5 mm

Siehe auch: www.snowcrystals.it

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Grundlawine

Allgemein gebräuchlicher Begriff für eine Lawine, die in ihrer Sturzbahn stellenweise die Bodenoberfläche mitreißt und deshalb oft mit Erde und Schutt vermischt ist.

Oft handelt es sich dabei um eine Gleitschneelawine, manchmal aber auch um eine Schneebrettlawine, die auf einer bodennahen Schwachschicht bricht und anschließend samt Schwachschicht am Boden abgleitet.

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Rinne, Runse

In der Regel steile und langgestreckte Erosionsfurche; bevorzugter Ort für die Bildung von Triebschneeansammlungen.

Glossary Gully © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

H

Hochgebirge

Gebiete oberhalb von rund 3000 m.

Sie umfassen insbesondere die vergletscherten Gebiete.

Glossary High Alpine Regions © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

I

Eislawine

Abbrechendes Gletschereis, welches über eine Steilstufe stürzt.

Eislawinen können in der Sturzbahn Schnee mitreißen und sich zu großen, mitunter auch katastrophalen Lawinen entwickeln.

JahrOrt
1895Altels (Schweiz)6 Opfer, 158 Kühe erschlagen
1965Mattmark (Schweiz)88 Opfer
1970Huascaran (Peru)mit anschließendem Murgang: 18 000 Opfer
Glossary Ice avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Eislamelle

Durch Regen oder Schmelz- und Gefrierprozesse entstandene, dünne Eisschicht in der Schneedecke, in der keine einzelnen Kornformen erkennbar sind.

Glossary Ice lense © Martin Berner | EAWS European Avalanche Warning Services
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Einstrahlung

Strahlung, die auf die Schneedecke trifft.

Die kurzwellige Strahlung (sichtbares Licht) wird je nach Schneeart bis zu rund 90 % an der Oberfläche reflektiert. Der Rest erwärmt die obersten Zentimeter der Schneedecke und kann diese in weiterer Folge durchfeuchten.

Die langwellige Einstrahlung (Wärmestrahlung) wird praktisch zu 100 % von der Schneedecke aufgenommen.

Glossary Incoming radiation © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Festigkeitszunahme (in einer Schneeschicht)

Die Bindungen zwischen den Eiskristallen nehmen zu, sodass größere Kräfte zwischen ihnen übertragen werden können.

Glossary increasing firmness © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Inneralpin

Von Bergketten eingeschlossene und daher von Niederschlägen oft abgeschattete Gebiete der Alpen.

Typische inneralpine Gebiete sind beispielsweise das zentrale Wallis, das Engadin und Mittelbünden (CH) (zwischen dem Nördlichen Alpenkamm und dem Alpenhauptkamm liegend), das Ortler-Vinschgau-Gebiet (I) sowie die Ötztaler Alpen und Stubaier Alpen (A).

In Frankreich gelten Vanoise, Maurienne, Grandes-Rousses und Oisans-Pelvoux sowie die Bergregion nahe der französisch-italienischen Grenze als typisch inneralpine Gebiete.

In Spanien zählt dazu der Bereich der Cerdanya (Perafita-Puigpedrós) der katalonischen Pyrenäen.

Areas enclosed by high alpine ridges, subject to intensified precipitation.

Typical inneralpine regions are central Valais, Engadine and central Grisons (CH), located between Northern Alpine Ridge and Main Alpine Ridge; Ortler-Vinschgau region (I), Oetz Valley (A).

In France, the following are considered inneralpine regions: Vanoise, Maurienne, Grandes-Rousses and Oisans-Pelvoux, as well as the mountain region near the French-Italian border.

In Spain, the area of Cerdanya (Perafita-Pulgpedrés) in the Catalonian Pyrenees is included.

Glossary Inneralpine Regions © University Vienna | EAWS European Avalanche Warning Services
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Insbesondere (bei großer Zusatzbelastung)

Im Allgemeinen bei großer Zusatzbelastung, aber im Einzelfall auch bei geringer Zusatzbelastung.

Anmerkung:
Formulierungsart, die in der Gefahrenstufenskala und im Lawinenlagebericht Verwendung findet

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Isotherme Schneedecke

Schneedecke mit konstanter Temperatur vom Boden bis zur Schneeoberfläche.

Typisch ist dieses Phänomen im Frühjahr, wenn die Schneedecke vom Boden bis zur Schneeoberfläche eine Temperatur von 0°C erreicht hat. Sie ist in diesem Zustand oft durchgehend feucht bis nass und verliert dadurch an Festigkeit.

Glossary Isothermal Snow Cover, snowprofilke: lawis screenshot © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

J

Glossary

K

Aufbauende Umwandlung, Facettenbildung

Unter der aufbauenden Metamorphose versteht man die Umwandlungsprozesse von abgelagertem, trockenem Schnee bei großem Temperaturgradient in der Schneedecke. Dabei wachsen die Schneekristallen zu kantigen Kristallen und becherartigen Hohlformen mit Facetten an. Die Schneekristalle werden größer, es gibt mehr Hohlräume und weniger Bindungen zwischen den Schneekörnern. Dieser Prozess führt zu einem Festigkeitsverlust in der umgewandelten Schneeschicht, die Schneedecke setzt sich allerdings weiterhin. Je stärker der Temperaturgradient ausgeprägt ist, umso intensiver ist die aufbauende Umwandlung.

Der Prozess findet vermehrt in Schattenlagen und bei geringen Schneehöhen statt. Dieser Prozess kann die gesamte Schneedecke betreffen, oder nur einzelne Schichten. Im Nahbereich von Krusten findet sind die Bedingungen zur aufbauenden Umwandlung meist begünstigt. In der Nähe der Schneeoberfläche ist die aufbauende Umwandlung während klarer und kalter Nächte besonders ausgeprägt.

Als Resultat entstehen Kantige Kristalle und in weiterer Folge Hohlformen, also Schwimmschnee bzw. Becherkristalle.

Glossary Faceting © Lisa Manneh | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

L

Lee-Hang, Windschattenhang

Hang, der dem Wind abgewandt ist.

Hier wird in der Regel viel Schnee abgelagert, und es liegt oft ein Mehrfaches der mittleren Schneehöhe.

Glossary Lee Slope © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Wahrscheinlich (etwas ist wahrscheinlich)

Vorgang mit Eintrittswahrscheinlichkeit über 50 %.

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Lokal, örtlich

Gebiete in der Größenordnung von Hängen bis zu Talkesseln.

Innerhalb einer Region können lokal unterschiedliche Lawinenverhältnisse herrschen.

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Lockerschneelawine

Lawine, die aus lockerem (ungebundenen) Schnee besteht. Sie kann trocken oder nass sein.

Sie löst sich punktförmig im extrem steilen Gelände und breitet sich meist birnenförmig aus.

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Glossary

M

Schmelzharsch, Schmelzharschdeckel, Schmelzkruste

Durch Schmelzen und anschließendes Wiedergefrieren stark verfestigte Schneeschicht. Damit verbunden ist eine Festigkeitszunahme der Schicht. Als Brillensymbol in Schneeprofilen erkenntlich.

Bei nur schwach ausgeprägtem Schmelzen kann man die ursprüngliche Schneeform noch erkennen. Im Brillensymbol steht die ursprüngliche Schneeform im rechten Teil.

Sind Schmelzkrusten dabei, sich aufbauend umzuwandeln, findet man im Brillensymbol als zweite Kornform „Kantig“ oder „Tiefenreif“. Man spricht dann vom „Zerfressen der Kruste“.

Schmelzkrusten sind glasig, nicht matt-weiß.

Glossary Melt-Freeze Crust © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Schmelz-Umwandlung

Schneeumwandlung durch Wärmezufuhr bei 0°C.

Es entsteht ein Gemisch aus Eiskristallen und Wasser. Damit verbunden ist ein Festigkeitsverlust. Sobald die Schneedecke wieder gefriert, bildet sich Schmelzharsch und die Festigkeit nimmt wieder zu.

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Einzugsgebiet (von Lawinen)

Gebiet, aus dem eine oder mehrere Lawinen abgehen können.

Von Einzugsgebiet spricht man oft im Zusammenhang mit Lawinen der Größe 4 oder 5.

Glossary Multiple starting zones © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

N

Natürliche Lawinenauslösung, Selbstauslösung von Lawinen, spontane Lawinen

Auslösung einer Lawine ohne künstliche Zusatzbelastung auf die Schneedecke (z.B. aufgrund von Schneefall oder raschem Temperaturanstieg).

Glossary Naturally Triggered Avalanche, natural release © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Neuschnee

Wenig umgewandelter und wenig verfestigter Schnee der aktuellen oder einer kurz zurückliegenden Niederschlagsperiode.

Typische Korngröße: 1 bis 3 mm

Im Lawinenlagebericht wird der entsprechende Zeitraum angegeben.

Glossary New Fallen Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

O

Altschneedecke

Teil der Schneedecke der älter als Neuschnee der aktuellen Niederschlagsperiode ist (3 Tage).

Die Altschneedecke besteht aus umgewandelten Schneekristallen.

Glossary Old Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Abstrahlung, Ausstrahlung, Strahlungsnacht

Aussenden von Wärmestrahlung (langwellige Strahlung, Infrarotstrahlung) von der Schneeoberfläche an die Atmosphäre.

Bei klarem Himmel kühlt sich die Schneeoberfläche dabei deutlich (bis zu 20°C) unter die Lufttemperatur ab, da es keine langwellige Gegenstrahlung aus der Wolkendecke gibt.

Nächte mit klarem Himmel werden als „Strahlungsnächte“ bezeichnet. Die langwellige Abstrahlung hängt jedoch nicht von der Tageszeit ab, in sonnenbeschienenen Hängen ist die Energiebilanz der Schneeoberfläche lediglich durch die kurzwellige Strahlung der Sonne positiv, das heißt, sie erwärmt sich – die langwellige Abstrahlung findet zeitgleich mit der kurzwelligen Einstrahlung statt.

Glossary Outgoing Longwave Radiation © foto-webcam.eu | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

P

Passlage

Tief liegender Übergang von einem Tal ins andere.

Mit der Verengung am Passübergang ist eine, gegenüber der Umgebung erhöhte Windgeschwindigkeit verbunden, was zu intensivierten Schneeumlagerungen führt.

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Bindungsarme Schneeschicht

Schneeschicht mit schwachen Bindungen zwischen den Eiskörnern (Korngefüge).

Glossary Poorly bonded layer © Lisa Manneh | EAWS European Avalanche Warning Services
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Möglich (etwas ist möglich)

Vorgang mit Eintrittswahrscheinlichkeit unter 50 %.

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Staublawine

Lawine (oft Schneebrettlawine) aus feinkörnigem, trockenen Schnee, die ein Schnee-Luft-Gemisch bildet, sich teilweise oder ganz vom Boden abhebt und große Schneestaubwolken entwickelt.

Sie erreicht Geschwindigkeiten von 100-300 km/h und kann starke Luftdruckwellen erzeugen. Dadurch können auch Schäden außerhalb der Ablagerungszone verursacht werden.

Glossary Powder Avalanche, reaching the counter slope © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Störanfällig

Eine Schneedecke oder Schneeschicht ist störanfällig, wenn es bei Zusatzbelastung in einer Schicht der Schneedecke zum Bruch kommen kann.

Glossary Prone to Triggering © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

Q

Glossary

R

Strahlung

Energietransport durch elektromagnetische Wellen unterschiedlicher Wellenlängen: kurzwellige Strahlung (sichtbares Licht), langwellige Strahlung (Wärmestrahlung).

Glossary Radiation © Lisa Manneh | EAWS European Avalanche Warning Services
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Region, regional

Gebiete, in der Größenordnung von einer oder mehreren Talschaften.

In der Lawinenprognose werden die Regionen meist klimatologisch oder auch politisch abgegrenzt.

Glossary Region, regional © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Fernauslösung

Auslösung einer Schneebrettlawine auf Distanz.

Die durch die Zusatzbelastung (z.B. Wintersportler) erfolgte Auslösung einer Schneebrettlawine außerhalb deren Startzone. Befindet sich der Bruchinitiator innerhalb der Sturzbahn kann dieser allerdings von der Lawine erfasst und verschüttet werden.

Glossary Remote triggering © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Rippe

Längliche, vom umliegenden Gelände deutlich abgesetzte, talwärts verlaufende Erhebung.

Glossary Rib © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Grat

Schmale Kammlinie eines Berges

Glossary Ridge © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Kamm

Langer, markanter Gebirgsrücken

Erweiterte Erklärungen:
Ein Kamm ist immer eine auffällige Erhebung im Georelief und verbindet oft viele Gipfel miteinander.

Glossary Ridgeline © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Windgangeln

Erosionsform auf der Schneedecke, wobei die steile, erodierte Seite gegen den Wind (Luv) zeigt; nicht zu verwechseln mit den Dünen. Dünen sind keine Erosionsform, sondern eine Ablagerung.

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Risiko

Wahrscheinlichkeitsbegriff, der sich aus der Ereigniswahrscheinlichkeit, der Präsenzwahrscheinlichkeit und der Schadenswahrscheinlichkeit zusammensetzt.

Erweiterte Erklärungen:
Im Lawinenlagebericht wird die Lawinengefahr, nicht das Lawinenrisiko beschrieben.

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Kantig abgerundete Schneekristalle

Kantige Kristalle die sich aufgrund von einsetzender abbauender Umwandlung wieder verfestigen, Tendenz zum Rieseln abnehmend. Dadurch verändern sie ihre Form und runden sich an ihren Ecken ab, die Facetten bilden sich zurück. Sie werden wieder kleiner.

endefritescaskrono

Rundkörniger Schnee, feinkörniger Schnee

Kleine, rundliche Körner; Resultat der abbauenden Schneeumwandlung. Schneeschichten aus rundkörnigem Schnee sind matt-weiß, nicht glasig.

Typische Korngröße: 0.2 bis 0.5 mm

Siehe auch: www.snowcrystals.it

Glossary Rounded Snow Grains © www.snowcrystals.it | EAWS European Avalanche Warning
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Glossary

S

Sicherheitsabstand

Abstände zur Verminderung des Risikos beim Begehen von lawinengefährdetem Gelände.

Im Gegensatz zum Entlastungsabstand befindet sich beim Sicherheitsabstand immer nur eine Person im gefährdeten Bereich.

Wird z.B. in der Abfahrt verwendet, wenn steile Hänge einzeln befahren werden.

Glossary Safety Spacing © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Gesicherte Gebiete

Gebiete, in denen die Lawinengefahr oder andere alpine Gefahren durch technische oder temporäre Maßnahmen geschützt werden.

Glossary Secured Areas © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Setzung

Abnahme der Schneehöhe als Folge von Umwandlungsprozessen.

Durch mechanische Umwandlung aufgrund der auflastenden Schneeschichten.

Bei der Schmelzumwandlung, aufbauender und abbauender Umwandlung nimmt die Schneehöhe durch Massenumlagerung ebenfalls ab. Bei aufbauender Umwandlung ist die Setzung schwächer ausgeprägt.

Damit verbunden ist eine Zunahme von Dichte und Festigkeit des Schnees.

Glossary Settlement © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Schattenhang, schattenseitig, schattseitig

Geländeteil, welcher durch die Sonnenstrahlung nicht oder nur unbedeutend beeinflusst wird, typischerweise ein Nordhang.

Erweiterte Erklärungen:
Im Hochwinter mit tiefem Sonnenstand mehr verbreitet als gegen den Frühling mit höher werdendem Sonnenstand. Je nach Abschattung durch den Nahhorizont kommen Schattenhänge in allen Expositionen und nicht nur in Nordhängen vor.

Slopes in shadow, untouched or little struck by sunlight, typically north-facing.

Glossary Shady Slope © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Rissbildung

Bildung von Rissen in einer spröden Schneedecke, die ein Anzeichen für Spannungen und Instabilität in der Schneedecke sind.

Glossary Shooting Crack © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Sintern

Zusammenwachsen der einzelnen Schneekristalle; führt zu einer Festigkeitszunahme.

Je wärmer der Schnee, umso schneller geht das Sintern voran. Besonders gut kann das Sintern bei Schnee festgestellt werden, der zusammengepresst wurde (z.B. Schneeball, Lawinenschnee, rasche Verfestigung alter Spuren).

Glossary Sintering, three snowmen © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Anrisslänge, Länge des Anrisses (bei Schneebrettlawinen)

Länge eines Schneebrettes, gemessen von der obersten Anrisskante bis zum Stauchwall.

Glossary Size of the starting zone © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Schneebrettlawine

Lawine, die durch den Abbruch einer Schneetafel entsteht:

Nach dem Bruch in einer Schwachschicht teilt sich die Schneedecke in zwei nicht mehr verbundene Tafeln und die Schwachschicht auf. Unterhalb der Schwachschicht befindet sich eine Tafel, deren Obergrenze ist die Gleitfläche. Oberhalb der Schwachschicht das Schneebrett. Das Schneebrett gleitet in Steilhängen nach dem Bruch auf der Gleitfläche ab und reißt die Schwachschicht dabei mit. Sollte die Hangsteilheit nicht ausreichen und die Reibung das Abgleiten verhindern, bleibt das Schneebrett liegen und senkt sich meist ab indem die Schwachschicht es die gebrochene Schwachschicht zusammendrückt. Ein Setzungsgeräusch tritt unter Umständen dadurch auf. Befindet sich unterhalb der Schwachschicht keine weitere Schneeschicht sondern der Boden, gleitet die Schneebrettlawine auf dem Boden ab.

Die Schneebrettlawine ist durch einen linienförmigen, meist quer zum Hang verlaufenden Anriss charakterisiert.

Glossary Slab Avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Anrissmächtigkeit, Dicke (bei Schneebrettlawinen)

Rechtwinkelig zum Hang gemessene Höhe des Lawinenanrisses.

Glossary Slab thickness © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Hangkante

Bereich innerhalb eines Hanges, an dem die Hangneigung markant zunimmt; bevorzugter Ort für die Bildung von Triebschneeansammlungen.

Glossary Slope Discontinuity © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Hangneigung

  • mäßig steil: weniger als 30°
  • steil: 30° bis 34°
  • sehr steil: 35° bis 39°
  • extrem steil: mehr als 40°

Die Hangneigung wird gemessen in der Falllinie an der steilsten Stelle im Hang, im Kartenmaßstab 1:25.000 oder im Gelände geschätzt.

Glossary Slope gradient © Tiris Maps | EAWS European Avalanche Warning Services
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Schneematsch, Faulschnee, Gatsch

Nicht miteinander verbundene, runde Kristalle, komplett in Wasser getränkt (Flüssigwassergehalt > 15% (volume fraction)). In einer Schneedecke die vollständig aus Sulz bzw. Faulschnee besteht, sackt man bis zum Boden durch.

 

Glossary Slush © Sam Colbeck | EAWS European Avalanche Warning Services
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Slushflow

A mudflow-like avalanche composed of slush—very saturated snow. Commonly occurring after rainfall and/or intense thawing have produced more water than can drain through the snow. Slush avalanches can occur on very gentle slope angles. They usually occur in Arctic climates on permafrost soil when dry depth hoar becomes rapidly saturated with water in spring.

Glossary Slushflow © Markus Eckerstorfer | EAWS European Avalanche Warning Services
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Small-scale

Slope areas or margins ranging in size from a few meters to approximately 20 m.

Glossary Small Scale © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow base, fundament

Lowermost layers of the snowpack close to the ground.

Glossary Snow Base, fundament © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow cover, snowpack

Snow deposited on the ground in a multiplicity of layers.

Glossary Snow Cover, snowpack © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow density

The mass per unit volume of a given quantity of snow. Snow can have highly varied densities:

Snow type
Density [kg/m³]
very light new snowapprox. 30
new snowapprox. 100
decomposing and fragmented precipitation particles150 – 300
rounded snow250 – 450
faceted snow250 – 400
depth hoar150 – 350
wet snow300 – 600
firn600 – 830
glacial iceapprox. 900
pure ice917
Glossary Snow Density © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow depth

Thickness of the snowpack measured vertically.

Glossary Snow Depth, measured vertically © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow depth increase

Increase in snow depth within a specific time frame.

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Snowdrift accumulation, snowdrift deposit

The result of snow transport. Drifting and blowing snow usually forms a dense layer deposited on lee slopes, often with brittle, fragile bonding. Areas prone to drifting are gullies, bowls, slope discontinuities and areas adjacent to ridgelines.

Further explanations:
Snow masses transported by wind. Three main processes take place: rolling, saltation and suspension. During transport, snow crystal size decreases considerably, depending of wind speed and duration, up to 10 to 20 % of its original size. The small fractured particles are closely packed by wind, bringing about a cohesive snow layer (a dense-cohesive slab or a soft-cohesive slab) on the lee slope. The colder snow is while forming a deposit, the more brittle the deposit is.

Size of snow drift accumulations (thickness)

  • small snow drift accumulations: 5- 20 cm thick
  • medium snow drift accumulations: 20 – 50 cm thick
  • large snow drift accumulations: thicker than 50 cm

Extent of snow drift accumulations (spatial)

  • some snow drift accumulations:
    very little snow drift accumulation with small spatial extent
  • extensive snow drift accumulations:
    major snow drift accumulations mostly with large spatial extent on slopes of all aspects
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Snow dunes

Snow deposits formed by wind-transported snow.

The flat side is the windward slope, the steep side is the leeward slope. Not to be mistaken for ripples.

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Snowfall level

Altitude above sea level at which precipitation falls as snow which is deposited on the ground.

Snowfall level is usually about 300 m lower than zero-degree altitude. During intense precipitation or in enclosed valleys, snowfall level can be as much as 600 m below the zero-degree altitude.

Glossary Snowfall Level © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow layering

Stratification of the snowpack

Each layer is characterized by grain shape, grain size, layer hardness, temperature, water content and density.

Glossary Snow Layering © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow line

Lower topographical limit of permanent snow cover, designated by altitude.

Depending on slope aspect, the snow line can vary greatly.

Glossary Snow Line © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snowmelt

Rounded crystals formed by melt-freeze metamorphism, frequently in large clusters. Can be moist (= 0°C). When frozen, snowmelt is forming a melt-freeze-crust.

Characteristic grain size: 0.5 to 5 mm

See also: www.snowcrystals.it

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Snow metamorphism

The process which changes shape and size of snow grains in the snowpack.

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Snowpack capable of bearing loads

Snow surface layer strong enough to support a person walking on it.

Glossary Snowpack Capable of Bearing Loads © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow plume

Snow being lifted by the wind and carried away from a peak or ridge into the air.

Glossary Snow Plume © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow thickness

Thickness of the snowpack measured at right angle to slope.

Glossary Snow Thickness, measured at right angle © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Snow water equivalent

The height of the water column if a snow sample is melted (measured in millimeters), with reference to the same area. The water equivalent of a 20 cm snow sample with a mean snow density of 100 kg/m³ is 20 mm. With a density of 500 kg/m³ the equivalent of a 20 cm snow sample is 100 mm of water.

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Spacing distances, maintaining distances

Precautionary measure in outlying terrain: maintaining distances between persons to reduce snowpack loading.

During ascents at least 10 m distance maintained, during descents significantly more.

Glossary Spacing distances © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Stability, snowpack stability

The strength of a snowpack to withstand internal and external disturbances.

Stability is determined by firmness vs. stress inside a snow layer.

Glossary Stability, ECT-test by Patrick Nairz © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Starting zone

Sector of terrain where avalanche releases.

Glossary Starting zone 1, area marked in magenta © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Steep terrain

Terrain with a slope angle exceeding 30°, regardless of form or type of terrain.

Glossary Steep Terrain © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Stress (in the snowpack)

Stresses in the bonding of grains inside a layer of the snow cover, caused by weight and downward creep of the layers of snow atop it.

Glossary Stress (in the snowpack) © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Sunny slope

Terrain heavily impacted by direct solar radiation.

Typical sun-exposed slopes are easterly, southeasterly, southerly, southwesterly and westerly slopes, depending on the angle of the sun.

Glossary Sunny Slope © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Surface hoar (hoar frost)

Transparent, frequently flat crystals forming on the snowpack when moist air settles on the surface.

It forms most often during cold, clear, humid nights. Once it is blanketed by fresh fallen snow, surface hoar is one of the most critical weak layer.

See also: www.snowcrystals.it

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Glossary

T

Temperature gradient

Change in temperature per unit distance of depth, expressed in °C/m or °C/cm.

The temperature gradient is recorded in the snowpack vertically from the ground to the surface. It is determined as the difference between adjacent measurements. For example a “small” temperature gradient is 1 °C per meter, a “large” temperature gradient is 25 °C per meter.

Glossary Temperature Gradient © Lisa Manneh | EAWS European Avalanche Warning Services
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Thoroughly moist snow

A thoroughly moist snow layer has a temperature of 0 °C; water is not visible and cannot be pressed out; it is easy to form into a snowball.

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Thoroughly wet snow

A thoroughly wet snow layer has a temperature of 0 °C. Water is visible and can be pressed out.

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Transported snow

Re-deposition of snow occurring at a wind speed greater than about 4 m/sec for loose snow, and greater than 10 m/sec for denser snow.

Further explanations:
The amount of snow deposited by wind increases with the third power of the wind speed, i.e. double the wind speed results in the eightfold amount of drifted snow. A maximum of snow drift is reached at wind speeds between 50 and 80 km/h. At higher wind speeds snow drift is reduced.

Glossary Transported Snow © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Tree line

The border of a forest, e.g. in the alps a maximum of 2.400m (Zermatt) the Pyrenees of Catalonia at 2400m, in SW Poland at 1600m.

Glossary Tree Line, border of a forest © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

U

Unbonded snow

Snow lacking cohesion. The term „loose snow“ is used for slack new fallen snow, depth hoar or very developed faceted crystals; however, the definition also applies to very wet snow. Loose snow can lead to loose snow avalanches.

Glossary Unbonded Snow, lacking cohesion © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

V

Valley avalanche

Very large or extremely large avalanche that runs all the way to the valley floor.

Glossary Valley Avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Valley flank

The lateral sides of a valley from valley floor to ridge.

Glossary Valley Flank © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Very light new snow

New fallen snow with very low density: typically 30 kg/m³ (champagne powder, diamond snow).

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Very steep, extreme terrain

Quite unfavourable slope with regard to angle (steeper than 40 degrees), terrain profile, proximity to ridge, smoothness of underlying ground surface.

Glossary Very steep extreme terrain © Thomas Mariacher | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

W

Wafted slope area

Slope area where great masses of snow have been transported by wind.

Glossary Wafted Slope Area © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Weak layer

Snowpack layer in which the structure of crystals has undergone a break.

Typical dry weak layers causing avalanches: precipitation particles; surface hoar; faceted crystals; hollow crystals; graupel. Wet weak layers can be formed by every snowcrystalls.

Glossary Weak-Layer © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Wet snow avalanche

Avalanche of wet snow masses.

Flowing more slowly than dry avalanches; usually for shorter runout distances, however with greater impact on obstacles due to higher snow density.

Glossary Wet Snow Avalanche © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Whumpfing, collapsing sound

Distinctive noise (resembling a „whumpf“ sound) occurring when a weak layer beneath a slab collapses. Thus the air of the weak layer is pressed outside the snowpack, a whumpf follows.

The sound usually indicates an unstable situation and can be accompanied by cracking. A whumpf is a clear avalanche alert.

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Wind crust

Layer of hard-compacted snow brought about by wind; often increases firmness of the surface.

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Wind metamorphism, mechanical transformation of crystals

Mechanical transformation of snow crystals by wind in which forkings are obliterated.

This can occur in the atmosphere during snowfall or on the ground – snowdrift results.

See also: Equilibrium metamorphism (snow crystal rounding)

Glossary Wind Metamorphism © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Wind speed

  • low: 0 – 20 km/h
  • moderate: 20 – 40 km/h
  • strong: 40 – 60 km/h
  • very strong: 60 – 100 km/h
  • gale, hurricane: > 100 km/h
Glossary Wind Speed, map © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Windward slope

Slope facing the wind.

Glossary Windward Slope © LWD Tirol | EAWS European Avalanche Warning Services
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Glossary

X

Glossary

Y

Glossary

Z

Zero-degree level

Altitude above sea level at which air temperature is 0 °C.

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HEADER PICTURE: Wind Signs © Ragnar Ekker, The Norwegian Avalanche Warning Service | EAWS